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Neuer Anlauf im US-Gesundheitssystem

14.07.2017 – Im Ringen um die Reform des US-Gesundheitswesens geht es in die nächste Runde. Der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell präsentierte einen neuen Gesetzesentwurf. Mehrere republikanische Senatoren ließen jedoch ihre Entscheidung über die Unterstützung des neuen Entwurfs noch offen.

In den letzten Tagen verstärkte US-Präsident Donald Trump nun den Druck auf seine Partei, vor der Sommerpause zu einem Ergebnis zu kommen. McConnell ließ nun die Sommerpause um zwei Wochen bis Mitte August verschieben, um Zeit für die internen Verhandlungen zu gewinnen.

Die Abschaffung von „Obamacare“ und der Ersatz durch ein stärker marktwirtschaftlich orientiertes Modell ist eines der zentralen Wahlkampfversprechen Donald Trumps sowie der Republikaner. Das Reformvorhaben führt allerdings zu enormen Differenzen zwischen den Parteiflügeln.

Der überarbeitete Gesetzesentwurf McConnells enthält drastische Einschnitte, wie massive Einsparungen im Rahmen der staatlichen Krankenversicherung für einkommensschwache Haushalte oder die Streichung geplanter Steuererleichterungen für Wohlhabende.  Einzelne Bundesstaaten sollen die Option erhalten, preiswerte Krankenversicherungen mit geringem Schutz anzubieten. 45 Milliarden Dollar sollen außerdem für ein weitverbreitetes Problem in den USA bereitgestellt werden: der Bekämpfung der Opiatabhängigkeit.

 

Quelle: APAMED

Von: Mag. Nicole Resl