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Mit „Offener-Tür-Politik“ Zwang vermeiden

Foto: goir/iStock/Thinkstock

Zwangsmaßnahmen belasten die therapeutische Beziehung, gefährden die Adhärenz von Patienten und schaden dem Image der Psychiatrie, sie können mit Traumatisierung und Folgestörungen von Patienten verbunden sein und zu deren Stigmatisierung beitragen. (CliniCum neuropsy 1/17)

Es gibt keine randomisierten kontrollierten Studien über den Nutzen und Schaden der jeweiligen Unterbringungspraxis, Gesetzgebung sowie durchgeführten Zwangsmaßnahmen (Muralidharan und Fenton 2006), entsprechend variiert deren Anwendung zwischen Stationen, Behandlungsteams und Ländern erheblich (Husum et al. 2010, Martin et al. 2007, Lang et al. 2016).

Einflussfaktoren

Verschiedene Studien ergaben Hinweise darauf, dass die institutionellen Bedingungen einen erheblicheren Einfluss auf den Einsatz von Zwangsmaßnahmen haben als der Krankheitszustand selbst (van der Schaaf et al. 2013, Kho et al. 1998, van der Merwe et al. 209, Chou et al. 2002, Dresler et al. 2015). Faktoren wie eine niedrige Bettenmessziffer, die Überbelegung psychiatrischer Stationen oder eine Konzentration von Akutpatienten auf einer Station erhöhen die Zahl gewalttätiger Übergriffe und erfordern in der Folge vermehrt Zwangsmaßnahmen (Bak et al. 2012, Gaebel et al. 2007, Bak et al. 2014, van der Schaaf et al. 2013). In einem Review über Prädiktoren von Gewalt und korrespondierenden Zwangsmaßnahmen war Crowding einer der drei wichtigsten Faktoren, der Aggressionen und damit konsekutiv Zwangsmaßnahmen auslöst (Bak et al. 2014, van der Schaaf et al. 2013).

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