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Fazekas Vizepräsident der European Academy of Neurology

Beim Joint Congress of European Neurology in Istanbul wurde eine länderübergreifende, neurologische Fachgesellschaft ins Leben gerufen. Der Grazer Neurologie-Vorstand Franz Fazekas wurde zum Vizepräsidenten der neuen Organisation gewählt.

European Academy of Neurology

Die European Federation of Neurological Societies (EFNS) und die European Neurological Society (ENS) schlossen sich im Rahmen ihres gemeinsamen  EFNS/ENS Joint Congress of European Neurology, der heute in Istanbul zu Ende geht, zur neuen European Academy of Neurology (EAN) zusammen. Prof. Günther Deuschl von der Universität Kiel wurde mit großer Mehrheit zum ersten Präsidenten der EAN gewählt. Vizepräsident wurde Univ.-Prof. Franz Fazekas von der Universitätsklinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Graz. Univ.-Prof. Dr. Eduard Auff von der Universitätsklinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Wien hat das Amt des österreichischen Delegierten zur Generalversammlung inne.

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Univ.-Prof. Franz Fazekas: “Ich sehe diese Wahl und die breite Zustimmung auch als eine Auszeichnung für die Leistungen und die Reputation der österreichischen Neurologie, die auch auf internationaler ebene Anerkennung finden.”

Die European Academy of Neurology repräsentiert 45 nationale europäische neurologische Gesellschaften, 800 individuelle Mitglieder, 9 assoziierte Mitgliedsgesellschaften und rund 19.000 internationale Mitglieder. Die Generalversammlung setzt sich aus 45 individuellen und 45 institutionellen Delegierten aus 45 Mitgliedsstaaten zusammen.

Die nationalen neurologischen Mitgliedsgesellschaften kommen aus Albanien, Armenien, Österreich, Aserbaidschan, Belarus, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Finnland, Frankreich, Georgien, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Israel, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Moldawien, Montenegro, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, der Russischen Föderation, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Niederlande, Türkei, Ukraine, Großbritannien und Usbekistan.
Assoziierte Mitgliedsgesellschaften stammen aus Algerien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, den Palästinensischen Autonomiegebieten, Syrien und Tunesien.

Zweck: Excellente Neurologie in Europa

Die EAN möchte

  • die Verfügbarkeit und Standards der neurologischen Dienstleistungen erhöhen;
  • die Entwicklung der Neurologie als hauptsächliches medizinisches Spezialgebiet für Patienten mit neurologischen Erkrankungen voranbringen;
  • die Zusammenarbeit zwischen den nationalen europäischen neurologischen Gesellschaften fördern;
  • die Zusammenarbeit zwischen klinischer Neurologie und den damit verbundenen Berufs- und Laienorganisationen stärken;
  • die neurologische Forschung unterstützen, die Forschungszusammenarbeit und die Verbreitung von Forschungsergebnissen fördern;
  • den Standard, die Verfügbarkeit und die Gleichstellung der neurologischen Ausbildung für Neurologen und beteiligte Gesundheitsberufe stärken;
  • die Sensibilisierung von Laien und Medien, des Gesundheitswesens und anderer Interessengruppen sowie der Justiz und politischer Entscheidungsträger über die Belastung und Kosten neurologischer Störungen sowie die Vorteile, welche die klinische Neurologie bringen kann, erhöhen;
  • mit internationalen, nationalen und regionalen Verbänden sowie verwandten neurologischen internationalen Gesundheitsorganisationen zusammenarbeiten.

EAN-Präsident Deuschl ist davon überzeugt, dass die Fusion die europäische Neurologie in eine Pole-Position befördern wird. “Gemeinsam wird es uns gelingen, die wichtigen Aufgaben dieser neuen Gesellschaft in Angriff zu nehmen. Zu diesen gehört es, eine Führungsrolle in der neurologischen Praxis, Aus- und Fortbildung zu übernehmen und Standards in Bezug auf die Patientenversorgung in Europa zu definieren, nachdem wir uns immer mehr in Richtung einer Harmonisierung der europäischen Gesundheitssysteme bewegen.” Die EAN habe großes Potenzial, was die Förderung von Wissenschaft und Forschung in der Neurologie und der Neurowissenschaften im Allgemeinen betrifft, so Deuschl.

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