Home / Innere Medizin / Hämatologie und internistische Onkologie / Hämatologie-Verbund: Routine- bis High-End-Versorgung aus einer Hand

Onkologie in Wien 2030

Hämatologie-Verbund: Routine- bis High-End-Versorgung aus einer Hand

Univ.-Prof. Dr. Felix Keil, Vorstand der 3. Medizinischen Abteilung für Hämatologie und Onkologie, Hanusch-Krankenhaus, Wien, hat ein Netzwerk entwickelt um hämato(onko)logische Patienten intra- und extramural optimal zu versorgen. Herausfordernd bleibt die Wien-weite Akkordierung von Studien.

Inhalte des Videos
00:09 Hämatoonkologische Patienten müssen von der Diagnostik über die spezifische Behandlung bis zur Nachsorge intra- und extramural in einem Netzwerk behandelt werden. 00:30 700 Patienten erkranken pro Jahr in Wien an einem hämatologischen Malignom, 7.000 bis 8.000 leben mit einer solchen Erkrankung und ca. 80.000 haben Blutbildveränderungen. 01:11 Die Abklärung von Blutbildern und auch Follow-up-Kontrollen erfolgen in extramuralen Spezial-Ambulanzen der WGKK, um die Spitalsambulanz zu entlasten. 02:30 Die Observanz in der Frühphase des multiplen Myeloms (MGUX) kann beispielsweise hervorragend in niedergelassenen Spezial-Ambulanzen erfolgen. 02:48 Wird der Patient therapiebedürftig und braucht vielleicht sogar eine Stammzelltransplantation, kommt er erst dann ins Krankenhaus. 03:49 Lange, sehr belastende Wartezeiten für Patienten werden verkürzt. 04:05 In den letzten sieben Jahren haben wir die Patientenkontakte durch dieses System verdreifacht von 15.000 auf knapp 50.000 Patienten, Tendenz steigend. 04:15 In den Ambulatorien in der Mariahilferstraße, in Wien Mitte und in Floridsdorf arbeiten auch KollegInnen, die hämatologisch ausgebildet sind. 04:55 Der Patient kann wohnortnah versorgt werden, bleibt aber im hämatoonkologischen Kompetenznetzwerk. 05:04 Hausärzte leisten hervorragende Arbeit bei der Behandlung von Eisenmangelanämie, die 50.000 Menschen betrifft. 2.500 davon landen im Hanusch-Krankenhaus, wovon wieder zehn Prozent schwer erkrankt sind. 05:20 Patienten mit einer ambulanten Bluterkrankung, die in diesem Netzwerk betreut werden, benötigen 50 Prozent weniger Aufenthalte in Spezialabteilungen. 06:05 Allogene Stammzelltransplantationen, CAR-T-Zellen und spezifische Analysen von Mutationen erfolgen an der MedUni Wien, mit der (auch wissenschaftlich) zusammengearbeitet wird. 06:44 Die trägerübergreifende Zusammenarbeit zwischen KAV-Spitälern, MedUni und dem Hanusch-Krankenhaus bzw. WGKK-Ambulatorien funktioniert sehr gut und spart Ressourcen. 07:22 Die klinischen Studien sind eine Herausforderung. Wir trachten nach Zentralisierung und weisen wechselseitig zu, aber für eine Wien-weite Akkordierung bräuchte es mehr Personal. 08:28 Mit dem St. Anna Kinderspital planen wir ein Transitionsprojekt für die Nachsorge von Jugendlichen mit (hämato)onkologischen Erkrankungen, die erwachsen werden. 10:05 Im Gesundheitszentrum in der Mariahilferstraße sollen geheilte Erwachsene mithilfe eines Arzt, eines Projektmanagers und eines klinischen Psychologen eine Nachsorge erhalten.

Interviewpartner:

Redaktion:

Produktion:

Alle Videos und den gesamten Artikel zur Expertenrunde „Onkologie in Wien 2030“ finden Sie  hier.

LOGIN