Mantelzellkarzinom: Ibrutinib verlängert progressionsfreies Überleben
Der Tyrosinkinaseinhibitor Ibrutinib bewährt sich in der Phase-III-Studie SHINE in Kombination mit Bendamustin-Rituximab als Erstlinientherapie für ältere Patienten mit Mantelzellkarzinom.

Das Mantelzell-Lymphom entsteht aus B-Zellen in der Mantelzone der Lymphknoten und ist ein in mehrfacher Hinsicht problematisches Lymphom. Zum einen handelt es sich um eine zumindest potenziell aggressive Form des Non-Hodgkin-Lymphoms und zum anderen betrifft es vorwiegend ältere Menschen, denen eine intensive Chemotherapie und Stammzelltransplantation oft nicht zugemutet werden können. Als Alternative wird gegenwärtig Ibrutinib, ein small molecule, das die für Proliferation und Überleben von B-Zellen wichtige Bruton’s Tyrosin-Kinase (BTK) hemmt, in klinischen Studien untersucht. Bisher präsentierte Resultate zeigen anhaltende Wirksamkeit beim rezidivierenden oder refraktären Mantelzell-Lymphom. In der SHINE-Studie wird eine Kombination von Ibrutinib mit einer aus Bendamustin und Rituximab bestehenden Standard-Chemoimmunotherapie, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Rituximab, untersucht.