27. Juni 2024Hoffnung auf bessere Therapien

EULAR: Suche nach krankheitsmodifizierenden Medikamenten bei Handarthrosen

Nach wie vor sind die therapeutischen Möglichkeiten bei Arthrosen der Fingergelenke äußerst begrenzt. Die Optionen sind weitgehend auf Schmerzmedikation reduziert. Zahlreiche Versuche, Krankheitsmodifikation zu erreichen, schlugen fehl. Hoffnung besteht allerdings, durch Definition von Endotypen und bessere Patientenselektion zu wirksamen Ansätzen zu kommen.

arthritis hand
Peterfactors/AdobeStock

Arthrosen der Hände (Hand Osteoarthritis) sind eine sehr häufige rheumatische Erkrankung, der allerdings nicht die entsprechende Beachtung geschenkt wird. Ein Grund dafür dürften die nach wie vor sehr begrenzten therapeutischen Optionen sein. Die Prävalenz beginnt in etwa ab dem 40. Lebensjahr stetig zu steigen und liegt bei den über 60-Jährigen bereits bei 10.000/100.000 Personen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.1

Als Risikofaktoren sind neben Alter und Geschlecht auch Adipositas und Umweltfaktoren wie Arbeit, Verletzungen und bestimmte Sportarten bekannt. Auch die Genetik spielt eine Rolle. Eine genomweite Assoziationsstudie identifizierte 77 Effektor-Gene, die mit hoher Wahrscheinlichkeit das Risiko erhöhen, eine Arthrose zu entwickeln. Eine hohe Assoziation mit Hand-Arthrosen weisen Varianten von Gen ALDH1A2 auf. Dieses Gen steht in Verbindung mit der Regulation von Retinsäure, woraus sich in Zukunft neue therapeutische Ansätze ergeben könnten.2 Auch Auffälligkeiten des Darm-Mikrobioms werden in Verbindung mit Arthrosen der Hände gebracht.

Chronische Schmerzen, schlechte Lebensqualität

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