Asthma: Elektronische Adhärenz-Unterstützung zeigt gemischte Ergebnisse
Eine niederländische Studie, die die Wirkung eines elektronischen Devices auf die Adhärenz nicht kontrollierter Asthma-Patienten untersuchte, verfehlte ihren primären Endpunkt.* Dennoch waren die Patientinnen und Patienten am Ende der Beobachtungszeit signifikant besser kontrolliert als die Kontrollpatientinnen und -patienten.

In der großen Mehrzahl der Leitlinien zum Management des Asthma bronchiale wird vorgeschlagen, bei „schwerem“, also nicht gut auf die Therapie ansprechendem Asthma zunächst die Adhärenz und die Inhaler-Technik zu überprüfen, bevor man zur Intensivierung der Therapie schreitet. Hintergrund ist eine weltweit dokumentierte eingeschränkte Adhärenz bei Asthma-Betroffenen. Digitale Inhaler (Electronic monitoring devices – EMDs) bieten den Vorteil, dass sie einerseits eine objektive Kontrolle der Medikamenteneinnahme erlauben, darüber hinaus aber zumindest kurzfristig die Patientinnen und Patienten zu besserer Adhärenz motivieren können, erläutert Susanne van de Hej, Dissertantin an der Universität Groningen. Ob dies auch langfristig funktioniert und ob sich dadurch die Asthma-Kontrolle verbessern lässt, ist ungeklärt.