29. Jän. 2026Beitrag zur hybriden Gesundheitsversorgung

Neue ApoApp bietet vielfältige Services

Am 26. Jänner wurde die neue ApoApp vorgestellt. Diese App gibt u.a. Auskunft darüber, welche Medikamente in welcher Apotheke vorrätig sind. Sie soll künftig noch weiter ausgebaut und mit anderen digitalen Gesundheitsdiensten vernetzt werden.

Mersch-Edlmayr und Schumann präsentierten die neue ApoApp
ÖAK/David Bohmann
Gesundheitsministerin Korinna Schumann (r.) und Apothekerkammerpräsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr präsentieren die neue ApoApp.

Die Digitalisierung des Gesundheitssystems schreitet im Rahmen der eHealth-Strategie Österreich (2024–2030) voran. Die neueste Errungenschaft im Bereich der Apotheken ist die ApoApp, die mehrere Funktionen für eine bessere Medikamentenversorgung und weitere Features bietet.

„Die ApoApp kann schnell und einfach von jedem heruntergeladen werden und bringt die Apotheke direkt aufs Smartphone der Menschen“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, bei der Präsentation des neuen Tools.

Wichtige Rolle der Apotheken erweitert

Die Apotheken spielen bereits jetzt eine wichtige Rolle in der Versorgung der Bevölkerung (Öffnung an 365 Tagen im Jahr, hohe Frequenz von bis zu 600.000 Kontakten täglich, hoher Vertrauensindex der Apotheker in der Bevölkerung).

Im staatlichen Auftrag sind sie auch Teil der kritischen Infrastruktur. Neben der anerkannten und bewährten analogen Beratung könnten die Apotheken nun mittels der ApoApp ihren Kunden auch digitale Exzellenz bieten, so Dr. Mursch-Edlmayr.

Die ApoApp ist eine gemeinsame Dachmarke aller österreichischen Apotheken. Bisher sind 1000 Apotheken von insgesamt 1400 daran beteiligt, es kommen laufend neue hinzu. Um bei der App mitzumachen, müssen die Apothekeninhaber nur der Weitergabe des Lagerbestandes ihrer Apotheke zustimmen, dann haben sie praktisch keinen weiteren Aufwand mehr.

Da nicht alle Menschen, v.a. Ältere und digital weniger Affine, von der App Gebrauch machen werden, ist es der Apothekerkammer-Präsidentin wichtig zu betonen, dass die persönliche Beratung selbstverständlich erhalten bleibt. „In 98% der Fälle kann gemeinsam mit den Apothekern eine Lösung für ein Arzneimittelproblem gefunden werden“, versichert sie.

Einbindung der App in 1450

Die Apotheken und die ApoApp sind auch Teil der eHealth-Strategie Österreich mit verbindlichem Fahrplan bis 2030, wie Gesundheitsministerin Korinna Schumann erläutert. Die App soll in nächster Zukunft mit der Gesundheits-Hotline 1450 vernetzt werden. 1450 wird derzeit österreichweit ausgebaut, zwischen den Ländern harmonisiert und soll noch effizienter werden.

Ab Februar 2026 wird 1450 telefonische Auskunft über die nächstgelegene geöffnete Apotheke und die jeweilige Medikamentenverfügbarkeit geben. Ab April soll man in Wien über 1450 Termine für die Testaktion Langzeitblutzucker-Messung in Apotheken reserviert können.

Danach ist geplant, das Buchungsportal auf ganz Österreich auszuweiten, u.a. für Tests auf Covid und Influenza, Blutzucker- und Cholesterinmessungen sowie Titerbestimmungen in Apotheken.

Die Gesundheitsministerin begrüßt die Einführung der ApoApp und bewertet ihre Rolle in der hybriden Gesundheitsversorgung sehr positiv. „Die ApoApp ist eine wertvolle Ergänzung zur persönlichen Beratung durch die Apotheker und ein Beispiel dafür, wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen konkret bei den Menschen ankommt. Die digitale und die analoge Welt spielen hier in der Patientenversorgung optimal zusammen“, so Schumann.

Features der ApoApp

Was kann nun die ApoApp im Detail? Sie zeigt, wo die nächstgelegene Apotheke (vom eingegebenen Standort des Users aus betrachtet) zu finden ist und welche Öffnungszeiten sie hat. Man kann eine oder mehrere Lieblingsapotheke(n) als Favoriten festlegen.

Man kann nach einem konkreten Medikament suchen, und es wird angezeigt, in welcher Apotheke dieses lagernd ist. Falls das Medikament nicht vorhanden ist, werden Alternativen dazu angeboten. Alle 10 Minuten erfolgt ein Update über die aktuelle Medikamentenverfügbarkeit.

Weiters kann man mit der ApoApp einen Einnahmeplan für die Medikamente erstellen (mit Erinnerungsfunktion, wenn gewünscht). Außerdem ist zu jedem Medikament ein digitaler Beipackzettel verfügbar.

Und auch Informationen zu aktuellen Gesundheitsthemen können abgerufen werden. In weiterer Folge soll man auch Termine und Medikamente reservieren und Gutscheine einlösen können.

Ein stetiger Ausbau ist der ApoApp vorgesehen, und Datensicherheit ist gegeben, da alle Informationen am persönlichen Smartphone bleiben – es sei denn, man leitet sie gewollt an jemanden weiter.

Quelle: Pressegespräch der Apothekerkammer zur neuen ApoApp; Wien, 26.1.2026