5. Mai 2022Beratungs-Check

Triptane – die Blitzableiter im Kopf

Triptane sind Goldstandard in der Behandlung von akuten Migräneattacken und werden seit etwa 30 Jahren erfolgreich eingesetzt. Sie bekämpfen nicht nur den Kopfschmerz, sondern auch vegetative Begleiterscheinungen einer Attacke.

Inhaltsverzeichnis
Müde Geschäftsfrau, die Augen reibt
iStock/mixetto

In Österreich steht mit Zolmitriptan (Aurasin®) das bislang einzige rezeptfreie Triptan für die Selbstmedikation der Migräne zur Verfügung. Eine sorgfältige Beratung bei der Abgabe von Triptanen ist entscheidend für die Compliance und den Erfolg einer Therapie. Abgeklärt werden muss, ob es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Migränekopfschmerzen handelt.

1. Definition Migräne

Charakteristisch für eine Migräneattacke ist ein anfallsartig auftretender, pulsierend-pochender Kopfschmerz von mäßiger bis starker Intensität, der meist einseitig lokalisiert ist. Grundsätzlich kann der Kopfschmerz auch beidseitig auftreten oder aber die Seite während der Kopfschmerzepisode wechseln. Typische Begleiterscheinungen können Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit sein. Eine Migräneattacke beginnt häufig im Nacken und breitet sich über die Kopf- und Schläfenregion bis ins Gesicht aus. Unter körperlicher Belastung nehmen die Schmerzen zu. Die Dauer eines Migräneanfalls kann zwischen 4 und 72 Stunden betragen. Etwa 10–15 Prozent der Patienten erleben unmittelbar vor einer Attacke eine sogenannte Aura. Dabei kann es zum Beispiel zu Sehstörungen (z.B. Flimmern, Lichtblitze), Sensibilitätsstörungen (Kribbeln), Sprachstörungen, Schwindelgefühlen oder selten sogar zu Lähmungen kommen.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin Pharmaceutical Tribune