19. März 2024Neuroradiologie

ÖGN: Wie die Bildgebung die Neurologie revolutioniert

Die Bildgebung spielt heute in der Diagnostik und damit letztlich auch der Behandlung der wichtigsten neurologischen Erkrankungen eine entscheidende Rolle. Sie erlaubt beispielsweise beim Schlaganfall nicht nur eine rasche Diagnose, sondern liefert auch wertvolle Informationen für das therapeutische Vorgehen – beispielsweise mit interventionellen Methoden. „Es geht letztlich bei allen Erkrankungen um dasselbe“, sagt Univ.-Prof. Dr. Christian Enzinger, Vorstand der Grazer Universitätsklinik für Neurologie, nämlich „rasche Diagnose, sichere Diagnose, Differenzialdiagnose, Auswahl und Monitoring der Therapie.“

Medical Hospital: Neurologist and Neurosurgeon Talk, Use Compute
Gorodenkoff/AdobeStock

Die technische Entwicklung in den vergangenen Jahren kann nur als rasant bezeichnet werden. Die ersten MRT-Bilder des Gehirns wurden 1981 publiziert, muten nach heutigen Maßstäben geradezu vorsintflutlich an und waren dennoch bereits aussagekräftiger als ein CT-Scan. Heute liefert beispielsweise ein 3D Flair Scan innerhalb weniger Minuten alle Informationen, die man in der Multiple-Sklerose-Diagnostik benötigt, so Enzinger. Heute erweitern höhere Auflösung, diffusionsgewichtete Sequenzen, schnellere Bilddatenakquise, höhere Feldstärken und paralleles Imaging die Möglichkeiten der Bildgebung.

Um den Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.