Myasthenie, Myokarditis und Myositis nach Behandlung mit Checkpoint-Inhibitor
Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) stellen einen großen Fortschritt in der Krebstherapie dar und haben das Überleben von Patientinnen und Patienten mit vielen fortgeschrittenen malignen Erkrankungen erheblich verbessert. Die durch ICIs herabgesetzte Immuntoleranz kann jedoch eine Reihe von immunbedingten unerwünschten Ereignissen (irAEs) hervorrufen. Berichtet wird hier über einen Fall eines Patienten mit metastasiertem Melanom, der nach Verabreichung eines ICI tödlich an Myasthenia gravis, Myokarditis und Myositis erkrankte.

Nebenwirkungen können prinzipiell alle Organsysteme betreffen und unter Umständen chronisch verlaufen oder nicht reversibel sein. Unter den irAEs von Pembrolizumab gelten Myokarditis und neuromuskuläre Nebenwirkungen als sehr selten, sind jedoch meist mit einem fulminanten Verlauf und hoher Mortalität verbunden.
