
EAACI: Schweres Asthma – Wichtige Informationen aus Registern
Randomisierte klinische Studien erfassen rund 90% der Population mit schwerem Asthma nicht. Eine Antwort auf dieses Problem kann eine verstärkte Berücksichtigung von sogenannter Real World Evidence sein. Prospektive Register haben sich als hilfreich erwiesen.

Randomisierte, kontrollierte Studien (RCT) haben in der Indikation schweres Asthma zu Zulassungen mehrerer hochwirksamer Medikamente geführt. Allerdings spiegeln diese Studien nur unzureichend den klinischen Alltag wider, so Prof. Dr. Stefano del Giacco von der Universität Cagliari. Dies liege in erster Linie daran, dass die hochselektierten Populationen dieser Studien den klinischen Alltag nur unzureichend abbilden. So seien übergewichtige Rauchende mit Asthma keine Seltenheit. Zu ihrer optimalen Behandlung gibt es jedoch keine Daten aus den klinischen Studien. Man benötige also zusätzlich zu den klinischen Studien, die die Wirksamkeit (efficacy) messen, auch Real-World-Studien, die Aussagen über die Effektivität im klinischen Alltag (effectiveness) erlauben.
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