12. Dez. 2023Rheumareport

ÖGR: Forderungen für die Sicherstellung der rheumatologischen Versorgung

Im Rahmen des diesjährigen Kongresses der österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation wurde erstmals der Rheumareport präsentiert, der Zahlen und Fakten zu Epidemiologie und Burden of Disease rheumatischer Erkrankungen sowie zu Behandlungssituation und Zukunftsperspektiven zusammenfasst.

Rheuma
andyller/AdobeStock

Für das Erstellen des Rheumareports wurde zunächst der Status quo in der Versorgungslandschaft einem Faktencheck unterzogen und die Folgen der Erkrankung und somit die Burden of Disease erhoben, so Dr. Valerie Nell-Duxneuner, Ärztliche Direktorin am Hanusch-Krankenhaus der Österreichischen Gesundheitskasse. Sie betont auch, dass dafür die Stimmen der Patientinnen und Patienten über die diversen Patientenorganisationen eingeholt wurden. Damit gibt der Rheumareport zunächst einen Überblick über die Epidemiologie rheumatischer Erkrankungen in Österreich. Insgesamt sind allein von den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen (rheumatoide Arthritis [RA], Spondyloarthritis [SpA], Psoriasis-Arthritis [PsA], Sjögren-Syndrom, Lupus erythematodes [LE], Polymyalgia rheumatica [PMR] und juvenile idiopathische Arthritis [JIA]) in diesem Land rund 290.000 Personen betroffen. Die Zahlen für Arthrosen sind nicht genau erhebbar, mit Sicherheit jedoch noch einmal deutlich höher.  Die wirtschaftlichen Folgen sind mit rund 9,5 Millionen Krankenstandstagen pro Jahr aufgrund von Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems enorm. Nell-Duxneuner weist darauf hin, dass rund die Hälfte der RA-Betroffenen nicht mehr im Arbeitsprozess sind. Bei den Ursachen für Frühpensionen stehen rheumatische Erkrankungen nach den psychischen Erkrankungen auf Platz 2.

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