6. Nov. 2026Frühe und effektive Therapie als möglicher Schlüssel

Krankheitsmodifikation bei Psoriasis: ein realistisches Therapieziel?

Nachhaltige Krankheitskontrolle und die Prävention von Komorbiditäten könnten auf eine Krankheitsmodifikation hinweisen. Welche immunologischen Mechanismen dahinterstehen, ist jedoch noch nicht geklärt.

psoriasis is an autoimmune human disease. a man holds a hand at a psoriasis affected area of the skin.
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Die Krankheitsmodifikation (Disease Modification) ist in der Dermatologie bislang kein klar definierter und anhand etablierter Biomarker messbarer Endpunkt. Bei der Psoriasis stellt sich insbesondere die Frage, ob eine wirksame Therapie nicht nur die Hautmanifestationen kontrollieren, sondern auch den weiteren Verlauf der Erkrankung beeinflussen kann, meinte Prof. Dr. Kilian Eyerich. Er ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Freiburg beim Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV).

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) definiert ein krankheitsmodifizierendes Arzneimittel als ein Präparat, dessen pharmakologische Wirkung die zugrunde liegenden pathologischen beziehungsweise pathophysiologischen Krankheitsprozesse verzögert. Für die Psoriasis fehlt bislang eine allgemein akzeptierte Definition, so Prof. Eyerich.

Ein Expertenkonsens aus dem Jahr 2023 unterschied zwischen Krankheitskontrolle, Remission und Krankheitsmodifikation. Die Krankheitskontrolle bezeichnet eine Symptomfreiheit unter laufender Therapie bezeichnet. Eine Remission setzt hingegen voraus, dass diese mindestens drei Monate nach Therapieende anhält. Von einer Krankheitsmodifikation wäre demnach zu sprechen, wenn sich Charakteristika, Verlauf, Ausdehnung oder Progression der Erkrankung dauerhaft zum Besseren verändern. Als maximales Ergebnis gilt die Heilung.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum derma