6. Okt. 2026Kombinierte PIM1/JAK-Inhibition als Schlüsselmechanismus

Neue Therapieoptionen bei Myelofibrose

Die aktuelle Forschung zur Therapie der Myelofibrose liefert vielsprechende Ergebnisse, wie Präsentationen am Kongress der European Hematology Association 2026 zeigten. Es ging um erste Ergebnisse der Kombination des JAK-Inhibitors Momelotinib mit dem PIM1-Inhibitor Nuvisertib bei refraktärer Myelofibrose.

Die Blockade des JAK-Signalwegs gehört zum Standard in der Therapie der Myelofibrose (MF), doch können Resistenzen das Ansprechen herabsetzen. Eine Ursache solcher Resistenzen kann die häufig vorliegende Hochregulation der PIM1-Kinase über JAK-unabhängige, kompensatorische Signalwege wie NF-κB und ERG sein. Die hochregulierte PIM1-Expression ermöglicht ein Persistieren und Progress der MF trotz JAK-Inhibition. Eine duale Inhibition von JAK und PIM1 bietet daher einen rationalen Ansatz, um Resistenzen zu begegnen und die Krankheitskontrolle zu verbessern.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum onko