
PALOMA-Studie: CPX-351 beim Bridging vor alloHCT
In der systemischen Therapie der myelodysplastischen Neoplasien mit hohem Risiko (HR-MDS) und der oligoblastischen akuten myeloischen Leukämie (AML) entscheidet ein wirksames Bridging vor geplanter allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (alloHCT) über den Erfolg. Mit neuen Erkenntnissen für diesen Ansatz stellten Forscher auf dem Kongress der European Hematology Association 2026 die Ergebnisse der randomisierten Phase-II-Studie PALOMA vor.

Die allogene Transplantation bleibt die einzige potenziell kurative Option bei HR-MDS oder oligoblastischer AML.1,2 Im Bridging werden meist hypomethylierende Substanzen wie Azacitidin oder konventionelle Induktionschemotherapien eingesetzt.3
Um Ansprechraten und deren Dauer zu verbessern und die Toxizität zu senken, werden laufend neue Wirkstoffe geprüft. Einer davon ist CPX-351, eine liposomale Kombination aus Daunorubicin und Cytarabin im festen Mischungsverhältnis, die bei AML-Patienten mit MDS-assoziierten Mutationen bereits Vorteile zeigte.4
- Hellström-Lindberg ES et al. Blood. 2023; 142: 2268–2281.
- Greco R et al. Bone Marrow Transplant. 2025; 60(11): 1499-1525.
- Stempel J et al. Cancers. 2025; 17: 2469.
- Othman J et al. Blood Adv. 2023; 7: 4539–4549.
- Platzbecker U et al. EHA 2026; Stockholm, Schweden. Oral Presentation.
- Plesa A et al. Leuk Res. 2021; 111: 106673.
- Cluzeau T et al. Blood Adv. 2021; 9(4): 752–758.