
Ultrafeine Partikel (UFP) als Gesundheitsrisiko
In einer epidemiologischen Kohortenstudie schätzte ein internationales Team die globale Exposition gegenüber ultrafeinen Partikeln und die damit verbundene Mortalität. Laut Studie sterben fast zwei Millionen Menschen weltweit vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung durch ultrafeine Partikel (UFP).

Ultrafeine Partikel (UFP) mit einem Durchmesser unter 100 Nanometern werden in der Luftqualitätsüberwachung kaum berücksichtigt. Bisher konzentrierten sich die Messungen vor allem auf Feinstaub (PM2,5), für den es in der EU und den USA gesetzliche Grenzwerte gibt. UFP sind derzeit nicht reguliert. Die Partikel tragen nur wenig zur Gesamtmasse bei. Sie dominieren jedoch typischerweise die Partikelanzahl und verfügen aufgrund ihrer geringen Größe über eine große Oberfläche. Dabei können bis in die Alveolen vordringen und die Atemwegsbarriere überwinden. Dann können sie und über die Blutbahn sowie die Riechschleimhaut direkt ins Gehirn gelangen. Damit unterscheiden sie sich grundlegend von größeren Feinstaubpartikeln.
- Lelieveld J et al., Air quality and health implications of exposure to ultrafine particle pollution. Cardiovascular Research, Volume 122, Issue 12, August 2026, Pages 1660–1671; doi: 10.1093/cvr/cvag136
- Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universitätsmedizin Mainz