13. Juni 2026Patienten mit AD besonders gefährdet

Therapie mit JAK-STAT-Inhibitoren: Infektionsrisiko teils erhöht

Bereits frühere Publikationen untersuchten das Risiko für ausgewählte Infektionen unter Therapie mit JAK-STAT-Inhibitoren. Die nun im JEADV publizierte Metaanalyse ungarischer Forschender analysierte hingegen ein breites Spektrum an Infektionen und verglich sowohl systemische als auch topische Wirkstoffe. Das Ergebnis: Besonders häufig traten Influenza, Bronchitis und Herpesinfektionen auf – vor allem Personen mit atopischer Dermatitis (AD) waren gefährdet.

Shingles (herpes zoster) blister skin rash
photohasan/stock.adobe.com

JAK-STAT-Inhibitoren haben die Therapie zahlreicher inflammatorischer Dermatosen grundlegend verändert. Gleichzeitig bleibt die Frage nach dem Sicherheitsprofil in Bezug auf Infektionen klinisch relevant.

Eine rezent publizierte Metaanalyse aus 74 randomisierten kontrollierten Studien mit mehr als 29.000 Patientinnen und Patienten liefert die bislang umfangreichste Auswertung infektiöser Nebenwirkungen unter systemischen und topischen JAK-STAT-Inhibitoren.

Die Daten zeigen ein konsistentes Signal für respiratorische Virusinfektionen und Herpes-Erkrankungen, insbesondere bei atopischer Dermatitis. Für schwere, opportunistische oder mykotische Infektionen fanden die Autorinnen und Autoren hingegen keine signifikante Risikoerhöhung.

Um den Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.
Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum derma