24. Juni 2026Bewegung, Medikamente und Infiltrationen

Gonarthrose gezielt behandeln

Aufgrund der typischen Symptome lässt sich die Diagnose Gonarthrose in der Praxis meist klinisch stellen ‒ belastungsabhängige Gelenkschmerzen, Alter über 45 Jahre und Morgensteifigkeit von weniger als 30 Minuten. Ein Sportmediziner erläutert, welche konservativen Therapien evidenzbasiert zu empfehlen sind – von Gewichtsmanagement und Bewegung über NSAR und Chondroitinsulfat bis zu intraartikulärer Infiltration.

Traumatologist examining x-ray and showing problem on anatomical model of knee closeup.
Nadzeya/stock.adobe.com

Übergewicht ist einer der Haupt-Risikofaktoren für die Kniearthrose. Anhand einer Kasuistik– einer 52-jährigen Frau mit einem BMI von 29 kg/m2 ‒ zeigte Dr. Daniele Angelella (Medbase Luzern Allmend) auf, wie die Therapie je nach Schweregrad aussehen kann.

Die Patientin hatte eine Teilmeniskektomie, arbeitete im Büro und liebte Spaziergänge. Besonders nach längerer Belastung klagte sie über Schmerzen im Knie. Aus dieser Konstellation kann rasch ein Teufelskreis entstehen, so der Referent. Schmerzhafte Arthrose führt zu weniger Bewegung, zu weiterer Gewichtszunahme, was die Arthrose weiter verschlechtert. Bewegung ist daher zentral. Besonders motivierend kann für Betroffene die Erklärung sein, dass jedes verlorene Kilogramm Körpergewicht die Kniebelastung um etwa vier Kilogramm pro Schritt reduziert, entsprechend 4.800 kg pro Kilometer.

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