18. Mai 2026Neue Studie stellt Dauertherapie infrage

Levothyroxin-Therapie bei Älteren regelmäßig überprüfen

Viele ältere Menschen erhalten Levothyroxin über Jahre hinweg – oft ohne klare Indikation. Gerade bei subklinischer Hypothyreose zeigt die Therapie im höheren Lebensalter keinen nachweisbaren Nutzen. Eine aktuelle Studie legt nun nahe: Insbesondere Patienten mit niedriger Dosierung könnten das Medikament in vielen Fällen sicher absetzen.

Male doctor showing a model of thyroid gland using magnifying glass. Early diagnosis and treatment.
filins/stock.adobe.com

Levothyroxin (LT4) gilt als Standardtherapie bei Hypothyreose – und zählt weltweit zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Die Behandlung beginnt meist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr und wird in der Praxis häufig lebenslang fortgeführt. Ein Grund: Leitlinien empfehlen bislang keine systematische Überprüfung, ob die Therapie später wieder beendet werden kann.

Gleichzeitig ist die Verordnung in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Fachleute führen dies vor allem auf die häufigere Behandlung der subklinischen Hypothyreose zurück. Studien zeigen jedoch, dass sich eine subklinische Hypothyreose in bis zu 61% der Fälle von selbst wieder zurückbildet.

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