18. Apr. 2026Nutzen im Alltag ist fraglich

Ambulante Sauerstofftherapie bei ILD auf dem Prüfstand

Die Frage, ob Menschen mit fibrotischer interstitieller Lungenerkrankung (ILD) mit isolierter Belastungshypoxämie bei alltäglichen Aktivitäten von einer ambulanten Sauerstofftherapie profitieren, wird kontrovers diskutiert. Die Evidenz für ihre Wirksamkeit ist begrenzt.

Middle Age man has respiratory problem
Jade/stock.adobe.com

Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie (1) aus The Lancet stellt etablierte Annahmen infrage. Die Leitlinie (2) der American Thoracic Society (ATS) empfiehlt die Anwendung der mobilen Sauerstofftherapie unter bestimmten Bedingungen. Eine systematische Übersichtsarbeit, die der ATS-Leitlinie zugrunde liegt, berichtete über Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQOL) durch mobile Sauerstofftherapie bei ILD. Allerdings, so schreiben die australischen Forschenden der nun vorliegenden Arbeit, basieren diese Ergebnisse auf einer einzigen, nicht verblindeten Crossover-Studie mit zweiwöchiger Behandlungsdauer (3). Weitere Hinweise auf einen Nutzen hinsichtlich Belastbarkeit und Dauer ergaben sich aus Studien, die einzelne Sauerstoffgaben während Belastung im Labor untersuchten.

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Dieser Beitrag erschien auch im Printmagazin CliniCum pneumo