27. März 2026Symptome richtig einordnen und gezielt handeln

Gefäßkrankheiten sicher erkennen

Angiologische Erkrankungen gehören zum Praxisalltag in der Hausarztmedizin – umso wichtiger ist es, Warnsignale früh zu erkennen. Eine strukturierte klinische Untersuchung, einfache Tests und gezielte Diagnostik bei der Abklärung von Gefäßkrankheiten helfen hierbei.

Angiologische Erkrankungen sicher erkennen, z.B. Aortenaneurysma
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Angiologische Erkrankungen sind in der Hausarztpraxis häufig. Daher ist es wichtig, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und richtig zu deuten. Dr. Jan-Tobias Hensel, Leitender Arzt der Angiologie am Kantonsspital Baselland, erläuterte dies im Rahmen des FomF Allgemeine Innere Medizin Update Refresher.

Klinische Untersuchung als erster Schritt

Der erste Schritt bei der angiologischen Abklärung ist die klinische Untersuchung. Dabei steht der Pulsstatus im Vordergrund. Ärzte sollten den Puls beidseits an der A. radialis, A. femoralis communis, A. poplitea, A. dorsalis pedis und A. tibialis posterior tasten. Entscheidend sind zwei Fragen: Gibt es einen Puls? Wie ist der Seitenvergleich? Auch die Pulsqualität spielt eine Rolle, besonders bei Arrhythmien.

Auskultation und Hautbeobachtung

Trotz begrenzter Datenlage gehört die Auskultation zur Basisdiagnostik. Ärzte sollten die A. carotis, die Aorta abdominalis sowie die Leisten- und Adduktorenregion abhören. Ein einseitiges Strömungsgeräusch ist immer auffällig.

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