14. März 2026Oraler First-in-Class-Wirkstoff adressiert Resistenzproblematik

Neue Therapieoption bei unkomplizierter Gonorrhö

Die Behandlung der Gonorrhö wird immer problematischer. Eine aktuelle Studie belegt nun die Wirksamkeit und Sicherheit des Antibiotikums Zoliflodacin – der ersten neuen oralen Therapie gegen Gonorrhö seit Jahrzehnten.

Neisseria gonorrhoeae (Erreger der Gonorrhö)
Tatiana Shepeleva/stock.adobe.com

Neisseria gonorrhoeae ist als sexuell übertragbarer Erreger ein globales Problem der öffentlichen Gesundheit. Für das Jahr 2020 schätzte die WHO weltweit rund 82,4 Millionen Neuinfektionen bei 15- bis 49-Jährigen. Ohne eine rechtzeitige effektive Behandlung kann die Gonorrhö zu schweren Komplikationen führen – von Beckenentzündungen über Infertilität bis hin zu disseminierten Infektionen mit septischer Arthritis. Zudem erhöht sie das Risiko für eine Infektion oder Weitergabe von HIV.

Problematisch ist außerdem, dass N. gonorrhoeae ein Meister darin ist, sich gegen unterschiedliche Antibiotika-Klassen zur Wehr zu setzen. Die einzige verbleibende empirische Erstlinien-Option ist derzeit das extended-spectrum-Cephalosporin Ceftriaxon. Doch weltweit steigen nicht nur die Fluorchinolon- und Azithromycin-Resistenzraten – zunehmend geraten auch etablierte Kombinationsregimes mit Ceftriaxon unter Druck.

Um den Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.