
Abskopaler Effekt bei metastasiertem akralem Melanom
Das akrale Melanom unterscheidet sich biologisch und molekular von chronisch UV-induzierten kutanen Melanomen. Es tritt bevorzugt an nicht sonnenbelichteten Stellen auf und ist häufig mit einer geringeren Tumormutationslast assoziiert. Klinisch gilt es im metastasierten Stadium als prognostisch ungünstig.

Unlängst wurde über den ersten dokumentierten Fall einer abskopalen Reaktion bei metastasiertem akralem Melanom nach sequentieller Behandlung mit dualer Checkpoint-Inhibition sowie anschließender palliativer Radiotherapie berichtet. Dies weist auf eine potenzielle therapeutische Synergie zwischen LAG-3-basierter Immuntherapie und Bestrahlung hin und stützt die Hypothese, dass ein Immunpriming durch duale Checkpoint-Blockade helfen könnte, die Immunresistenz dieser Tumorentität zu überwinden.
Kim S et al.: Abscopal Effect Induced by LAG-3/PD-1 Inhibition and Radiation Therapy in Metastatic Acral Melanoma: A Case Report; Case Rep Oncol. 2025 Dec 2;19(1):203–210. doi: 10.1159/000549890
