Gesundheitsausgaben 2024 deutlich gestiegen
Insgesamt lagen die laufenden Gesundheitsausgaben (exklusive Investitionen) in Österreich 2024 laut Statistik Austria bei 57,8 Mrd. Euro oder 11,7 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Im Vergleich zu 2023 erhöhten sich die nominellen Ausgaben für Gesundheitsleistungen und -güter um 8,3 % oder 4,4 Mrd. Euro. Die öffentliche Hand kam für 43,8 Mrd. Euro der laufenden Gesundheitsausgaben auf, das entspricht einem Anteil von 75,7 %.
„Im Jahr 2024 haben höhere Aufwendungen für Personal, Sach- und Betriebskosten sowie Honoraranpassungen die Gesundheitsausgaben Österreichs auf rund 57,8 Milliarden Euro steigen lassen. Das sind 4,4 Milliarden mehr als 2023. Der Anteil der Summe der öffentlichen und privaten Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung ist im Vergleich zu 2023 um einen halben Prozentpunkt gestiegen und lag bei 11,7 %. Damit bewegt sich Österreich innerhalb der 38 OECD-Mitgliedsstaaten an 4. Stelle und somit im oberen Spitzenfeld“, erklärt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.
Hohe Anstiege bei öffentlichen und privaten Gesundheitsausgaben
Bund, Länder, Gemeinden und die Sozialversicherungsträger kamen im Jahr 2024 für 43,8 Mrd. Euro der laufenden Gesundheitsausgaben auf. Das entspricht einem überdurchschnittlichen Anstieg von 7,7 % im Vergleich zum Jahr 2023. Nahezu in allen Ausgabenkategorien der öffentlichen Gesundheitsausgaben gab es im Jahr 2024 hohe Zuwachsraten. Lediglich die Präventionsausgaben verzeichneten einen starken Rückgang um 45,1 % aufgrund der nochmals gesunkenen COVID-19-Gesundheitsausgaben. Sehr deutliche Anstiege von über 10 % sind jedoch bei den Ausgaben für ambulante Leistungen in niedergelassenen Arzt-, Facharzt- und Zahnarztpraxen (+1,5 Mrd. Euro oder +12,8 %), für häusliche pflegerische Leistungen (+11,8 %) und für Leistungen der Krankentransporte und Rettungsdienste (+13,8 %) zu verzeichnen. Diese Zuwächse sind nicht zuletzt auf gestiegene Personalausgaben, höhere Leistungshonorare sowie Sachkostenzuwächse zurückzuführen.
Die laufenden Gesundheitsausgaben der privaten Haushalte, freiwilligen Krankenversicherungen, privaten Organisationen ohne Erwerbszweck sowie Unternehmen beliefen sich auf 14,04 Mrd. Euro bzw. 24,3 % der laufenden Gesundheitsausgaben. Die privaten laufenden Ausgaben stiegen demnach von 2023 auf 2024 kräftig um 10,3 % (siehe Tabelle 1) und lagen damit auch deutlich über dem jährlich durchschnittlichen Anstieg zwischen 2005 und 2023 von 3,9 %. Starke Anstiege von über 10 % gab es bei den Ausgaben der privaten Haushalte und freiwilligen Krankenversicherungen für stationäre und ambulante Leistungen sowie häuslich pflegerischen Leistungen, Leistungen der Prävention und Verwaltungsausgaben.
Österreich im OECD-Vergleich im Spitzenfeld
Im Vergleich der 38 OECD-Länder belegte Österreich 2024 mit einem Anteil der laufenden Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 11,7 % den 4. Platz. Die mit Abstand höchsten Anteile der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung wiesen erneut die USA mit 17,2 % auf, gefolgt von Deutschland (12,3 %) und der Schweiz (11,8 %). Der OECD-Durchschnitt der laufenden Gesundheitsausgaben betrug 9,3 % des BIP, jener der 22 EU-Mitgliedstaaten in der OECD belief sich auf 9,1 % des BIP.
Rund 17,7 Mrd. Euro an öffentlichen Mitteln für Fondskrankenanstalten aufgewendet
Die öffentlichen Ausgaben für die Fondskrankenanstalten inklusive Spitalsambulanzen betrugen 2024 17,7 Mrd. Euro. Den Großteil finanzierten die Sozialversicherungsträger mit einem Ausgabenanteil von 42,7 % (7,5 Mrd. Euro), gefolgt von den Bundesländern mit 33,6 % (5,9 Mrd. Euro) sowie dem Bund mit 13,7 % (2,4 Mrd. Euro) und den Gemeinden mit 10,1 % (1,8 Mrd. Euro). Die höchsten öffentlichen Ausgaben für Fondskrankenanstalten im Jahr 2024 wurden in Wien (4,8 Mrd. Euro) verzeichnet, die niedrigsten im Burgenland (405 Mio. Euro). Dies spiegelt in erster Linie die unterschiedliche Einwohner:innenzahl der Bundesländer bzw. die Anzahl der versorgten Patient:innen wider (siehe Tabelle 2).
Tabelle 1: Laufende Gesundheitsausgaben in Österreich laut System of Health Accounts 2005 bis 2024, in Mio. Euro

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Q: STATISTIK AUSTRIA, Gesundheitsausgaben in Österreich laut System of Health Accounts (SHA 2011 (OECD/Eurostat/WHO)). Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, eigene Berechnungen/Schätzungen, Rechnungsabschlüsse, Geschäftsberichte.– Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen. 1) Die Gesundheitsausgaben laut System of Health Accounts enthalten auch Ausgaben für Langzeitpflege.
Tabelle 2: Laufende öffentliche Gesundheitsausgaben für Fondskrankenanstalten 2024, in Mio. Euro

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Q: STATISTIK AUSTRIA, Gesundheitsausgaben in Österreich laut System of Health Accounts (SHA 2011 (OECD/Eurostat/WHO)). Eigene Berechnungen/Schätzungen, Rechnungsabschlüsse, Geschäftsberichte.– Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen.
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