Verdacht auf Vaskulitis im Kopfbereich: Sofort handeln!
Vaskulitis im Bereich des Kopfes kann zu akuten neurologischen Symptomen führen und bedarf einer sofortigen Abklärung, da die dahinterstehenden Erkrankungen sehr ungünstige Verläufe nehmen können.

Die Diagnostik der rheumatischen Vaskulitiden erfolgt anhand der Klinik in Kombination mit Bildgebung und in unklaren Fällen auf Basis einer Biopsie. Kortison ist nach wie vor die wichtigste Therapie für diese Erkrankungen.
Die häufigste Vaskulitis im Bereich des Kopfes ist die Riesenzellarteriitis (Giant Cell Arteritis – GCA). Laut eines Leitfadens der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie (ÖGR) besteht Verdacht auf GCA bei einem Patientenalter über 50 (in den meisten Fällen über 65) Jahre, mindestens einem typischen GCA-Symptom, erhöhtem CRP bzw. erhöhter Blutsenkungsgeschwindigkeit und akutem oder subakutem Beginn.
Dazu führt Prof. Dr. Christian Dejaco, Bruneck, aus, dass eine GCA mit normalen Entzündungswerten in sehr seltenen Fällen vorkommen kann. Auch ist zu beachten, dass die Schmerzsymptomatik nicht ausgeprägt sein muss und viele Betroffene vor allem Druckempfindlichkeit im Bereich der Arteria temporalis berichten.
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