ÖKG-Jahrestagung: CT in der Diagnostik der koronaren Herzerkrankung
Die CT-Angiografie bietet sich zunehmend als Alternative zur invasiven Koronarangiografie an. Studiendaten weisen auf eine gute Eignung im Rahmen der KHK-Diagnostik bei stabilen symptomatischen Patientinnen und Patienten hin. In dieser Indikation zeigt die CT-Angiografie eine sehr hohe Sensitivität und ist damit besonders für den sicheren Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung geeignet.

In der Diagnostik der koronaren Herzerkrankung (KHK) kann man mit sehr unterschiedlichen Szenarien konfrontiert werden, so Prim. PD Dr. Gert Klug, Leiter der Abteilung für Innere Medizin am Standort Bruck an der Mur des LKH Hochsteiermark. Diese reichen von asymptomatischen Risikopatientinnen und Risikopatienten über die symptomatische KHK bis zum akuten Koronarsyndrom.1 In diesen Szenarien können der Bildgebung unterschiedliche Rollen zukommen. Die Empfehlungen dazu divergieren in den verschiedenen Guidelines stark, wie Klug ausführt. Der Einsatz der Computertomografie (CT) wurde in zahlreichen Studien durch dieses klinische Kontinuum hindurch untersucht. Dadurch steht mittlerweile Evidenz für oder gegen den Einsatz von CT in den verschiedenen Stadien der KHK zur Verfügung.
- Knuuti J et al. Eur Heart J. 2020 Jan 14; 41(3):407–477
- Lindholt JS et al. N Engl J Med. 2022 Oct 13; 387(15):1385–1394
- Windecker S et al. Eur Heart J. 2014 Oct 1; 35(37):2541–619
- Douglas PS et al. N Engl J Med. 2015 Apr 2; 372(14):1291–300
- Newby DE et al. N Engl J Med. 2018 Sep 6; 379(10):924–933
- Douglas PS et al. J Am Coll Cardiol. 2016 Aug 2; 68(5):435–445
- Linde JJ et al. J Am Coll Cardiol. 2020 Feb 11; 75(5):453–463