21. März 2024Rheuma trifft Herz - Herz trifft Rheuma

Was bedeuten Rheumafaktor und Co.? Das Rheumalabor im Überblick

In der Rheumatologie erfordert die Ermittlung einer gesicherten Diagnose in den allermeisten Fällen die Einbeziehung vieler unterschiedlicher Parameter. Neben dem klinischen Erscheinungsbild, Analysen von Gelenkspunktaten oder unterschiedlichen Formen der Bildgebung spielen die serologischen Untersuchungen, also das Screening auf Biomarker, eine oftmals mitentscheidende Rolle. Gleichzeitig bietet keiner der Parameter die Sicherheit, die beispielsweise einem deutlich überhöhten HbA1c zur Feststellung eines Diabetes zukommt.

Techniker führt Blutröhrchentest im Forschungslabor durch
angellodeco/AdobeStock

Denn positive Biomarker sind keineswegs gleichbedeutend mit einer gesicherten Diagnose, ebenso wenig wie ihr Fehlen ein faktischer Ausschlussgrund ist. Zudem hat die Höhe vieler Biomarker (z.B. des Rheumafaktors) oft nur eine sehr eingeschränkte Aussagekraft über den Schweregrad der Erkrankung – und Schwankungen im Verlauf dürfen nur selten mit einem positiven oder negativen Therapieansprechen gleichgesetzt werden. Fundierte Kenntnisse über Wertigkeit, Spezifität und Schwächen der einzelnen Biomarker sind daher bei allen rheumatologischen Erkrankungen Voraussetzung, um unnötige Fehldiagnosen zu vermeiden und Patientinnen und Patienten nicht zu verunsichern. Im Folgenden wird auf einige der derzeit wichtigsten Biomarker näher eingegangen, wobei nur ein Bruchteil der mittlerweile verfügbaren Parameter diskutiert wird.

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