ESMO 2023: Mögliche Vorteile für Taxan-naive mCRPC-Patienten
Die PSMAfore-Studie bestätigt eine Verbesserung des röntgenologischen progressionsfreien Überlebens (rPFS) mit dem Prostata-spezifischen Membran-Antigen (PSMA)-gerichteten Radioliganden 177Lu-PSMA-617 im Vergleich zu einem Androgen-Rezeptor-Pathway-Inhibitor (ARPI)-Switch bei metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC), der nach einer vorherigen ARPI-Therapie fortgeschritten ist. Die Hoffnungen auf ein signifikant verbessertes Gesamtüberleben (OS) erfüllte die Studie jedoch nicht.

In vorhergehenden Untersuchungen führte 177Lu-PSMA-617 zu einer Verbesserung des rPFS und OS bei Patienten mit mCRPC und vorheriger ARPI- und Taxan-Therapie. PSMAfore untersuchte seine Wirksamkeit nun bei Taxan-naiven Patienten. Das mit einem therapeutisch wirksamen Betastrahler (Lu-177) bestückte Peptid bindet spezifisch an PSMA und führt zu einer gezielten Bestrahlung des Tumors, erklärte Prof. Dr. Oliver Sartor vom Tulane Cancer Center, Louisiana, USA, der die Studie präsentierte.
