Spannungskopfschmerz: nicht-medikamentöse Therapien gefragt
Während die Entwicklung der Anti-CGRP-Therapien die Behandlungsmöglichkeiten der Migräne deutlich verbessert hat, stehen ähnliche Entwicklungen beim Spannungskopfschmerz aus. Dabei ist dieser häufiger als die Migräne und für die Betroffenen stark belastend. In der Therapie des Spannungskopfschmerzes haben auch nicht-medikamentöse Maßnahmen einen hohen Stellenwert, zumal die Vermeidung von Medikamentenübergebrauch ein wichtiges Ziel im Management dieser Erkrankung ist.

Spannungskopfschmerz ist weltweit die häufigste Form von Kopfschmerz mit durchaus unterschiedlichen Angaben zur Prävalenz in verschiedenen Ländern. Die globale, standardisierte 1-Jahres-Prävalenz wird mit 26% angegeben, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.1 In Europa liegt die 1-Jahres-Prävalenz zwischen 31 und 37%. Die Lebenszeitprävalenz wird auf eine Quote zwischen 30 und 78% geschätzt. Im Lebensverlauf zeigt die Erkrankung einen Peak in der 4. Lebensdekade, im höheren Alter nimmt die Prävalenz wieder ab.
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