Wund?Gesund!: Zugang zu innovativen Produkten gewährleisten!
Von entscheidender Bedeutung für die Wundversorgung in Österreich seien qualitativ hochwertige Innovationen, die auch bei den Patientinnen und Patienten ankommen, betont Mag. Martina Laschet, Sprecherin der Initiative Wund?Gesund! anlässlich des Tages der Wunde am 15. September 2023. „Meine Botschaft an alle Schlüsselpersonen im Gesundheitswesen ist, dass wir es uns gelingen muss, ein patientenzentriertes Gesundheitssystem zu schaffen!“

Eine Möglichkeit zur niederschwelligeren Versorgung mit Verbandsmaterial sieht Mag. pharm. Heinz Haberfeld, Präsident der Apothekerkammer Niederösterreich, in der vereinfachten Abgabe durch Apothekerinnen und Apotheker. „Derzeit muss der Arzt bzw. die Ärztin einen Verordnungsschein ausstellen, dieser wird an die Sozialversicherung geschickt, dort wird sie chefärztlich bewilligt, dann wird die Industrie beauftragt, diese Produkte an die Patientinnen und Patienten zu liefern. So vergehen zum Teil Tage, bis das Verbandsmaterial bei denen ist, die es brauchen“, beschreibt er den aufwendigen Weg zur Versorgung mit den Produkten. „Im Gesamtvertrag der Sozialversicherung mit der Österreichischen Apothekerkammer beschäftigen sich fast 40 Seiten beinahe ausschließlich mit dem Thema, welcher Verbandsstoff wo abgegeben werden kann. Der Prozess ist nicht einheitlich, es gibt Unterschiede zwischen jeder Versicherung und auch von Bundesland zu Bundesland und dann kommt es noch darauf an, ob im Ort ein Bandagist vorhanden ist. Teilweise braucht es wirklich viel Know-how, damit Patientinnen und Patienten, aber auch Apothekerinnen und Apotheker sich durch diesen Dschungel von Bürokratie arbeiten, ob sie ein bestimmtes Material abgeben dürfen oder nicht“, beklagt Haberfeld.
