13. Sep. 2023ERS 2023

Zelltherapie für COPD in Phase-I-Studie erfolgreich

Eine chinesische Gruppe meldet erste klinische Erfolge mit einer auf autologer Transplantation von Progenitor-Zellen beruhenden Zelltherapie bei moderater bis schwerer COPD. Das Verfahren wurde gut vertragen und erhöhte bei der Mehrzahl der Probandinnen und Probanden die Diffusionskapazität. Größere Studien sollen in naher Zukunft beginnen.

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Karrrtinki/AdobeStock

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) kann heute bei vielen, aber bei weitem nicht bei allen Patientinnen und Patienten relativ gut behandelt und die Prognose damit deutlich verbessert werden. Allerdings besteht weitgehender Konsens, dass einmal eingetretene Schäden irreparabel sind. Eine experimentelle Studie aus China eröffnet nun eine Perspektive, wie in der Zukunft die Funktion geschädigter Lungen unter Umständen wieder verbessert werden könnte. Konkret führte ein Team der Tongji University in Schanghai in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Pharma-Unternehmen Regend Therapeutics Ltd eine Phase-I-Studie durch, in der die autologe Transplantation von p63+ Progenitorzellen in die Lungen von 17 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener COPD untersucht wurde.* Die Zellen waren zunächst aus den Lungen der Patientinnen und Patienten entnommen und im Labor expandiert worden. Neben der Verträglichkeit untersuchte die Studie auch den Wirksamkeitsendpunkt Verbesserung der Diffusionskapazität (DlCO). Progenitorzellen entstehen durch asymmetrische Zellteilung multipotenter Stammzellen. Sie haben im Gegensatz zu den Stammzellen nur noch ein unipotentes Differenzierungspotenzial, dabei jedoch die Fähigkeit zur Proliferation.

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