Mehr Klarheit bei Colitis ulcerosa
Trotz zahlreicher nationaler und internationaler Leitlinien bestehen beim Management der Colitis ulcerosa einige Unsicherheiten. Die offenen Fragen reichen von der Notwendigkeit einer Pharmakotherapie im Stadium der Remission bis zum fäkalen Mikrobiomtransfer.

In der Therapie der Colitis ulcerosa geht es zunächst darum, die Symptome rasch und möglichst anhaltend in den Griff zu bekommen. Ein klinisches Ansprechen auf die Behandlung erkennt man daran, dass die rektalen Blutabgänge nachlassen und die Stuhlfrequenz um mindestens 50 Prozent zurückgeht. Nächstes Etappenziel ist die klinische Remission, d.h. die Blutabgänge sistieren und die Stuhlfrequenz normalisiert sich. Dieses Stadium sollte man angesichts der zahlreichen Nebenwirkungen ohne den langfristigen Einsatz von Kortikosteroiden erreichen, schreiben Prof. Dr. Peter Hasselblatt von der Uniklinik Freiburg und Mitforschende.* Die Entzündungsmarker wie CRP oder fäkales Calprotectin sollten nach Therapiebeginn absinken und sich im Verlauf normalisieren.