25. Apr. 2023Suchterkrankungen

Alternativen zu Abstinenz, um Gesundheitsrisiken zu senken

Schadensminimierung („Harm Reduction“) wird in vielen Bereichen der Medizin angewandt – allerdings nicht, wenn es um den schädlichen Tabakkonsum geht.

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nadia_bormotova/GettyImages

Methadon ist eine aus medizinischer Sicht bedenkliche Substanz. Sie birgt ein hohes Suchtpotenzial und ist mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden, unter anderem Atembeschwerden, niedrigem Blutdruck oder – in seltenen Fällen – Herzrhythmusstörungen. Trotzdem wird Methadon tagtäglich in der Substitutionstherapie eingesetzt, bei der Opiatabhängige – statt illegaler Opiate wie Heroin – legale, ärztlich verschriebene Ersatzsubstanzen erhalten. Denn für die Betroffenen, aber auch für das Gesundheitssystem und für die Gesellschaft, ist die kontrollierte Gabe von Methadon um ein Vielfaches besser als die unkontrollierte Selbstintoxikation mit Heroin. Die Patientinnen und Patienten können ihre Abhängigkeit unter Kontrolle bringen, sind nicht mehr auf die fragwürdigen und teuren Angebote des illegalen Drogenmarktes angewiesen, die Gefahr der Infektion mit HIV oder Hepatitis sinkt, eine potenziell tödliche Überdosierung ist bei der kontrollierten Gabe von Methadon nicht möglich, Beschaffungskriminalität und Geheimprostitution gehen zurück.

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