Cholangiopathie nach schwerer COVID-19-Infektion
Im Vorjahr berichteten amerikanische Forscher über drei Patienten mit einer Post–COVID-19 Cholangiopathie. Zwei ähnliche Fälle wurden nun auch aus Innsbruck gemeldet. Die Experten sind sich weitgehend einig, dass es sich bei der progressiven und irreversiblen Erkrankung um eine neue Krankheitsentität handelt.

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SARS-CoV-2 infiziert zwar primär den Respirationstrakt, kann aber auch viele andere Organsysteme in Mitleidenschaft ziehen. So kommt es laut Literatur bei 40% - 67,5% aller COVID-19-Patienten auch zu einer akuten Leberschädigung mit Erhöhung der Transferasen. Man nimmt an, dass die Miterkrankung der Leber durch eine direkte Bindung des Virus an ACE-Rezeptoren der Leber hervorgerufen wird.