17. Juni 2025Oxford University

Neues Therapieziel für aggressive Leukämieform entdeckt

Ein Forschungsteam der University of Oxford hat ein neues potenzielles Therapieziel bei der seltenen, aber besonders aggressiven Blastenphase myeloproliferativer Neoplasien (BP-MPN) entdeckt – einer Form von Leukämie, die auf herkömmliche Behandlungen kaum anspricht.

Berühmte Radcliffe Camera in der Oxford University – Luftaufnahme
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Die Studie*, veröffentlicht in Nature Genetics, zeigt, dass rund ein Viertel der Patient:innen mit BP-MPN eine abnorme Vervielfachung von Chromosom 21 (chr21amp) aufweist. Diese Veränderung wird teils durch Chromothripsis verursacht – ein Vorgang, bei dem Chromosomen in Stücke brechen und fehlerhaft zusammengesetzt werden.

Innerhalb dieser genetischen Region identifizierten die Forscher:innen das Gen DYRK1A als konstant überaktiv. Die Leukämiezellen waren stark auf DYRK1A angewiesen – seine Blockade hemmte das Wachstum der Zellen signifikant.

Erstautorin Charlotte Brierley betonte: Chr21amp is not only a marker of poor prognosis in BP-MPN but also points to DYRK1A as a promising druggable target that arises specifically from chromothripsis-related changes in the cancer genome.

Studienleiter Professor Adam Mead erklärte: This is a nice example of how deep molecular profiling of patient samples can lead to the discovery of novel therapy targets in diseases with an unmet need.