3. Apr. 2025Kurz gemeldet

Med Uni Graz startet Projekt „GALActIC“

Die GALActIC-Studie mit Beteiligung von Forschern und Forscherinnen der Med Uni Graz untersucht die Behandlung von Hochrisikopatienten und Hochrisikopatientinnen mit Influenza-assoziierter pulmonaler Aspergillose (IAPA). Ziel ist es, genetische Biomarker zu validieren, um eine personalisierte Vorsorge zu ermöglichen. Dadurch sollen Patienten und Patientinnen mit erhöhtem Risiko schneller identifiziert und besser geschützt werden.

Projekt Galactic Gruppe.
Foto: Med Uni Graz

Die Infektion wird durch den Pilz Aspergillus verursacht, der sich in der Lunge festsetzen kann. Symptome sind Husten, Atembeschwerden und Brustschmerzen. Bei schweren Influenza-Verläufen tritt IAPA bei etwa 20 % der betroffenen Patienten und Patientinnen auf und kann auch andere Organe schädigen. Die Sterblichkeitsrate liegt bei bis zu 50 %, insbesondere wenn die Diagnose verzögert oder die Behandlung unzureichend ist.

Biomarker für frühzeitige Diagnose

Die Studie untersucht genetische Varianten im LGALS3-Gen als mögliche prädiktive Biomarker. Ziel ist eine personalisierte antifungale Prophylaxe für Hochrisikopatienten und Hochrisikopatientinnen. Zudem wird erforscht, wie LGALS3 die Immunantwort beeinflusst.

Breite Kooperation

Universitäten und Krankenhäuser aus Österreich, Belgien, den Niederlanden, Portugal und Frankreich nehmen an der dreijährigen Studie teil. Blut-, Serum- und BAL-Proben werden analysiert, um biologische Mechanismen der Erkrankung zu erforschen. Die Studie könnte helfen, die Sterblichkeitsrate zu senken und Ressourcen effizienter zu nutzen. Unter der Leitung der Med Uni Graz sind auch die MedUni Wien, die JKU Linz und die Medizinische Universität Innsbruck beteiligt; in der Steiermark werden auch das LKH-Graz II Standort West sowie das LKH Oststeiermark mit den Standorten Fürstenfeld, Feldbach und Hartberg an der Studie teilnehmen.

Med Uni Graz
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