Phase-2-Studie zu neoadjuvanter Immunchemotherapie: Deeskalationsstrategie bei der Therapie des HER2-positivem Mammakarzinoms
Die kürzlich veröffentlichte Studie ABCSG 52/ATHENE gibt Hoffnung auf weniger Nebenwirkungen bei der Behandlung von aggressivem HER2-positivem Brustkrebs.
Erstautor Ass. Prof. Priv.-Doz. Dr. Gabriel Rinnerthaler sprach mit uns über die wichtigsten Ergebnisse der Studie, die im Jänner in „Nature Cancer“ veröffentlicht worden ist. Er ist Programmdirektor für Mammakarzinome an der Klinischen Abteilung für Onkologie der Medizinische Universität Graz.
Was sind die zentralen Ergebnisse der Studie?
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Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Gabriel Rinnerthaler, Med Uni Graz
Gabriel Rinnerthaler: Wir konnten trotz deutlicher Reduktion der Chemotherapie durch eine Immuntherapie die gleichen Ergebnisse erzielen, die wir bei einer Standardtherapie mit einer deutlich intensiveren Chemotherapie erwarten könnten.
Das ist ein sehr gutes Ergebnis, weil wir nachgewiesen haben, dass wir mit dieser Deeskalation eine günstigere Ratio zwischen Effektivität und Nebenwirkungen erlangen können.
Um wie viel wurde die Chemotherapie reduziert?