24. Mai 2022
Die Jugend von heute
Als ich jung war und diesen Satzteil sehr oft von meinen Eltern und Großeltern hörte, fragte ich mich immer, ob ich auch einmal in das Alter kommen würde, in dem ich ihn oft gebrauchen würde.

iStock/Zdenek Sasek
Meist war er ja mit einem negativen Fortsetzung verbunden, à la „ist bequem“, „mag nicht lernen“, „hat keine Manieren“ usw. Deshalb nahm ich mir vor, ihn eher nicht zu verwenden. Im Großen und Ganzen ist mir das auch gelungen, denn prinzipiell sind Pauschalisierungen nicht hilfreich. Hilfreich ist aber auch, eine junge, erwachsene Tochter und einen adoleszenten, pubertierenden Sohn zu haben. Wenn ich dann schon die „heutige Jugend“ interessiert beobachte, dann sehr häufig mit Wohlwollen und Freude.
