Wenn die Medikation Verwirrung stiftet

Eine zuvor kooperative Patientin ist zunehmend verwirrt und aggressiv. Liegt es an der Medikation? Und wenn ja, welche Arzneimittel konnten verantwortlich sein? (ärztemagazin 1-2/19) 

1 ZUSTAND LAUT PFLEGEDOKUMENTATION

DIE PATIENTIN Heimbewohnerin Frau C., 83 J. (76 kg, 160 cm) ist mittels Rollstuhl mobil. Selbstständiges Gehen ist unmöglich, es bestehen massive Bewegungskoordinationsstörungen. Medizinische Diagnosen: Hypertonie, Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, kard. Dekompensation mit Pleuraergüssen, Adipositas, Mischdemenz (Mini-Mental-Status-Test vor zwei Jahren: 16 von 30 Punkten)  

Die Pflege der Patientin ist massiv erschwert, da die vormals kooperative Heimbewohnerin aggressiv und verwirrt ist. Sie verweigert die Hilfe beim Anziehen und bei der Körperpflege, schreit, kratzt und leidet unter wahnhaften Vorstellungen. Trotz Ansetzen von Quetiapin und Dominal® forte im Lauf des Heimaufenthalts verschlechterte sich die Symptomatik. Körperlich bestehen ein schlechter Allgemeinzustand, Schwindel und Tagesmüdigkeit, Blutdruck regelmäßig 100/60 und darunter. Innerhalb von drei Jahren kam es zu 8 kg Gewichtszunahme. Vor fünf Monaten wurde aufgrund von Herzproblemen und eines Harnwegsinfekts ein Spitalsaufenthalt nötig.

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