27. Juli 2017

24-Stunden-Betreuung Niederösterreich: Steigende Nachfrage

27.07.2017 – Die geschaffenen Modelle zur Förderung der 24-Stunden-Betreuung von betreuungs- und pflegebedürftigen Menschen werden nach wie vor gerne in Anspruch genommen. In Niederösterreich zeigt sich die bevorzugte Alternative zur Heimunterbringung mit einer steigenden Anzahl der vom Land bewilligten Förderanträge

Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz beschreibt eine stark steigende Nachfrage an FörderbezieherInnen. Diese hätte sich von 2010 bis 2016 mehr als verdoppelt. Die 24-Stunden-Betreuung wird generell erst ab Pflegestufe 3 mit maximal 550 Euro monatlich bei zwei selbstständigen Betreuungsverhältnissen gefördert. Das NÖ Fördermodell sieht –abweichend zum geltenden Bundesmodell – bei nachgewiesener Demenz auch bereits eine Förderung bei Pflegegeldbezug der Stufen 1 und 2 vor, so Schwarz.

Wissenschaftliche Erhebungen der Universität Wien zeigen, dass die Gesamtbevölkerung Niederösterreichs bis zum Jahr 2030 auf 1,74 Millionen anwachsen und die Zahl der PflegegeldbezieherInnen bis 2025 im Bundesland von aktuell knapp über 90.000 auf etwa 106.000 ansteigen wird. Dem folgt auch ein Anstieg an Betreuungsbedarf.

Quelle: APAMED