Die Bitch?

Willkommen im neuen Jahr, liebe Leser:innen! Ich hoffe, Sie sind gut gerutscht und haben RSV, Corona und Influenzawelle fürs Erste gut überstanden. Und weil wir davon gerade ohnehin genug gehört haben, möchte ich heute über ein ganz anderes Thema schwadronieren. Es ist ein Thema, das mich persönlich sehr betrifft, weil Genetik.
Ich möchte über Frauen sprechen. Aber ich wäre ja nicht die kleine Stationsärztin, wenn ich jetzt über Frauen allgemein sprechen würde. Ich möchte mich heute mit der bunten Gruppe der Ärztinnen befassen. Fühlen Sie sich nicht diskriminiert, liebe Kollegen, vielleicht werde ich Ihre Spezies auch kurz streifen, aber heute dürfen Sie mit mir über Ihre Kolleginnen nachdenken.

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Kai Felmy

Ich habe mich vor ein paar Tagen mit einer ehemaligen Kollegin getroffen. Unsere Berufswege gehen seit Jahren in unterschiedliche Richtungen, aber wir treffen uns regelmäßig, um uns Updates aus den verschiedenen Irrenhäusern, in denen wir dienen dürfen, zu geben. Beim aktuellen Treffen muss ich neidlos eingestehen, dass sie meinen Wahnsinn deutlich übertrumpfen konnte. Und was macht eine junge, selbstbewusste Frau am Beginn einer vielversprechenden Karriere, die frustriert ist, weil sie mit dem Gesicht schon an der gläsernen Decke klebt?
Nein, meine Herren, sie wird nicht schwanger und erfüllt endlich das Klischee und wird glücklich am Sandkistenrand! Sie checkt sich privat die Nummer der Chefin einer Abteilung ihres Fachgebiets und probiert ihr Glück. Und spricht beim ersten Treffen gleich an, dass sie neben ihrer großen beruflichen Motivation schon auch zeitlich begrenzte Sandkistenszenarios plant. So macht man das, Mädels! Ich hoffe, ihr habt mitgeschrieben.

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