21. Feb. 2025Kurz gemeldet

ÄK Steiermark: Rettungswesen braucht ärztliche Expertise

Die Ärztekammer Steiermark fordert die dringende Einbeziehung in die Kommission zur Optimierung des Rettungswesens. Ärztinnen und Ärzte haben konkrete Lösungsvorschläge: Entlastung der Notaufnahmen durch die Stärkung des niedergelassenen Bereichs.

Erste-Hilfe-Set für medizinische Dienste. Erste-Hilfe-Set steht prominent
Abbildung: Old Man Stocker/AdobeStock

Ein zentrales Anliegen der steirischen Ärztekammer ist die Trennung von Auftraggeber- und Auftragnehmerfunktion innerhalb des Gesundheitstelefons 1450. Ein System, in dem dieselbe Stelle die Transporte disponiert und gleichzeitig die Einsätze durchführt, ist problematisch. Hier braucht es mehr Transparenz und eine klare Aufgabentrennung.

Zusätzlich fordert die Ärztekammer, dass Rettungstransporte prioritär Bereitschaftsdienstordinationen ansteuern, bevor kostenintensive Spitalsstrukturen genutzt werden. „Viele Patientinnen und Patienten könnten in den Bereitschaftsordinationen adäquat versorgt werden, ohne eine Notaufnahme zu blockieren. Das würde die Spitalsambulanzen entlasten und das System effizienter gestalten“ führt Ärztekammerpräsident Michael Sacherer aus.

Kurienobmann Dietmar Bayer appelliert eindringlich an die Verantwortlichen, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in die Optimierungs- bzw. Reformprozesse einzubinden: „Wir wollen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden, sondern aktiv an der Entwicklung tragfähiger Lösungen von vorne herein mitwirken. Die Einbeziehung der Ärzteschaft ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.“

„Notärztinnen und Notärzte gewährleisten eine flächendeckende und rasche medizinische Notfallversorgung in der Steiermark. Nur unter deren Einbeziehung kann sichergestellt werden, dass diese der Bevölkerung weiterhin auf höchstem Niveau bleibt.“ teilt Gerhard Posch, Obmann der angestellten Ärztinnen und Ärzte, mit.

Ärztekammer für Steiermark