ApoApp: Neues Feature für Pollenallergiker
20–25% der Bevölkerung sind von Allergien betroffen, die Mehrheit von Pollenallergien. Doch Awareness und adäquate Therapie lassen bei vielen zu wünschen übrig. Gesichertes Wissen in Form von individuellen Polleninformationen, Warnungen bei hoher Belastung und Tipps für den Umgang mit Allergien im Alltag kann man ab sofort über die ApoApp direkt auf das Smartphone bekommen.

Mit Pollenflug ist aufgrund der Klimaerwärmung schon fast das ganze Jahr über zu rechnen. Mit dem Beginn der Gräserpollensaison sind von der gesundheitlichen Belastung besonders viele Menschen betroffen. Die Beschwerden reichen von tränenden und juckenden Augen, einer laufenden oder verstopften Nase und häufigem Niesen bis zu Müdigkeit und Konzentrationsprobleme und können sich bei unzureichender Behandlung zu einem allergischen Asthma entwickeln. Generell ist die Prävalenz von Allergien im Steigen begriffen.
Polleninfo über die App und in den Apotheken
Die Apothekerkammer hat nun die Polleninformation des Österreichischen Polleninformationsdienstes (ÖPID), der bereits auf 50-jährige Erfahrung in diesem Bereich zurückblicken kann, in ihre ApoApp integriert. „Durch die Kooperation mit dem ÖPID bringen wir wissenschaftlich fundierte Polleninformationen digital, niederschwellig und tagesaktuell zu den Betroffenen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung von Allergien und zur Eigenverantwortung der Menschen“, erklärt Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer
Gleichzeitig können die Betroffenen auch weiterhin Beratung direkt in den Apotheken einholen und im Bedarfsfall die Arzneimitteltherapie, zusammen mit den behandelnden Ärzten, anpassen, so Dr. Mursch-Edlmayr. Gemeinsam mit der App steht der Bevölkerung damit ein hybrides Angebot in der Gesundheitsversorgung zur Verfügung.
So funktioniert das neue Feature
Das neue Pollenprofil der ApoApp liefert aktuelle Informationen zum Pollenflug und der daraus resultierenden persönlichen Belastung für den jeweiligen User sowie entsprechende Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der Situation. Man kann ein eigenes Pollenprofil anlegen (einen oder mehrere Standorte sowie individuelle Allergene festlegen) und erhält dann Push-Nachrichten. Weiters ist unter dem Menüpunkt „Gesundheitsnachrichten“ eine Verlinkung zum ÖPID vorgesehen.
Awareness stärken und Versorgung verbessern
Auch Dr. Markus Berger, HNO-Arzt und Leiter des ÖPID, zeigt sich erfreut über die neue Zusammenarbeit. „Da die meisten Allergiker unterversorgt sind – nur neun von zehn sind mittels allergenspezifischer Immuntherapie adäquat behandelt –, ist fundierte Information ein erster Schritt zu Allergenkarenz und mehr Awareness und letztlich auch zu gezielter Diagnose und Therapie.“ Die Apotheker als erste Anlaufstelle und niederschwellige Gesundheitsdienstleister seien hier wichtige Ansprechpartner.
Gräserpollensaison 2026
Die Saison für Gräserpollen, auf die die Mehrheit der Pollenallergiker reagiert, hat gerade erst begonnen. Da es in Österreich 240 verschiedene Arten von Gräsern (inklusive Getreide) gibt, die zeitlich versetzt blühen, dauert die Blütezeit sehr lange an. Es kommt zu Belastungen von Mai bis August. Sie gehen durch die Schilfblüte am Neusiedler See teilweise sogar bis in den September hinein. Aufgrund der Trockenheit ist die Gräserpollensaison jedoch vorerst noch verhalten angelaufen. Es ist daher mit leicht unterdurchschnittlichen bis durchschnittlichen Saison zu rechnen. Die weitere Entwicklung hängt aber stark von der Witterung (insbesondere der Niederschläge) in der nächsten Zeit ab.
Über die ApoApp
Die ApoApp kann im App-Store (iOS-Geräte) und Play-Store (Android-Geräte) kostenlos heruntergeladen werden. Seit ihrem Launch im Jänner 2026 verzeichnet sie mehr als 100.000 Downloads. Knapp 1.200 Apotheken sind mit Informationen zur Verfügbarkeit von Arzneimitteln in der ApoApp eingebunden. Bisher haben rund 1.000.000 Arzneimittelsuchen in der App stattgefunden.
Neben der neuen Pollenfunktion umfasst die ApoApp Services wie den Einnahmeplan inklusive Erinnerungsfunktion für Medikamente, die Apothekensuche sowie Informationen zu Öffnungszeiten und Bereitschaftsdiensten. Die Arzneimittelsuche hilft schnell und einfach dabei herauszufinden, welche Apotheke in der Nähe ein Medikament lagernd hat.
Für die Nutzung der ApoApp muss kein Profil angelegt werden. Daten werden nicht weitergegeben und ausschließlich auf den Geräten der User gespeichert.
Die ApoApp wird stetig weiterentwickelt, in den nächsten Schritten soll man etwa Medikamente reservieren, Termine buchen und Gutscheine einlösen können.
Mehr unter: www.sicherversorgt.at/apoapp
Quelle: Pressekonferenz der Österreichischen Apothekerkammer „Start der Gräserpollensaison: Apothekerkammer und Polleninformationsdienst bündeln Kräfte – neue Funktion in der ApoApp für Allergiker:innen“, Wien, Mai 2026
