Vulvodynie: Noch immer lange unerkannt, doch oft behandelbar

Brennen, Stechen, Schmerzen ohne erkennbare Ursache: Bis zu jede vierte Frau leidet im Laufe ihres Lebens an Vulvodynie, doch die Diagnose erfolgt oft spät. Ein multidisziplinärer Ansatz kann die Lebensqualität erheblich verbessern und in manchen Fällen die Schmerzen vollständig lindern.

papaya cut in half surrounded by a wire on a pink background as a symbol of the vagina and pain in the intimate area
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Vulvodynie beschreibt Schmerzen der Vulva, die länger als drei Monate anhalten, ohne dass eine klare Ursache erkennbar ist. Die Beschwerden können einzelne Bereiche oder die gesamte Vulva betreffen, schreiben Michal Braunstein und Kollegen von den Meuhedet Health Services in Tel Aviv.

Die Folgen für Alltag und Lebensqualität sind erheblich: Schon Unterwäsche, enge Hosen oder langes Sitzen können starke Schmerzen auslösen. Auch Geschlechtsverkehr, gynäkologische Untersuchungen, Menstruationsprodukte, Arbeit und Freizeitaktivitäten können beeinträchtigt sein.

Schmerzanamnese als erster Schritt

Die Diagnostik beginnt mit einer gezielten Schmerzanamnese: Wo treten die Schmerzen auf? Seit wann bestehen sie? Wie fühlen sie sich an, und wie stark sind sie? Wichtig ist auch, ob die Schmerzen spontan auftreten oder durch Berührung, Penetration, Tampons, Fahrradfahren oder Sitzen ausgelöst werden. Typisch sind brennende, seltener stechende oder nadelstichartige Schmerzen. Bei sekundärer Vulvodynie sollte man nach möglichen Auslösern wie Verletzungen oder sexuellen Übergriffen fragen.

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