Erhöhtes Risiko für HPV-bedingte Malignome bei Rheuma
HPV-bedingte Krebserkrankungen treten bei Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen häufiger auf als bei Gesunden. Zu diesem Schluss kommt eine französische Kohortenstudie. Die Forscher fordern, die Krebsvorsorge bei diesen Patienten zu intensivieren.

Bei immunkompetenten Menschen heilt eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) meist folgenlos aus. Doch bei Patienten mit immunvermittelten entzündlichen Erkrankungen (immune-mediated inflammatory diseases, IMID) kann das beeinträchtigte Immunsystem das Virus oft nicht ausreichend bekämpfen. Die Folge: Das Virus persistiert im Körper, was Dysplasien und invasive Karzinome begünstigt.
Gros C et al. Risk of cancer induced by human papillomavirus in patients with immune-mediated inflammatory diseases: a nationwide matched cohort study. RMD Open. 2026; 12: e006927. doi: 10.1136/rmdopen-2026-006927
