Hüftarthrose: Worauf es in der Praxis ankommt
Die Diagnose einer Hüftarthrose lässt sich meist klinisch stellen. Bildgebung ist vor allem bei atypischen Beschwerden oder zur Abklärung von Differenzialdiagnosen sinnvoll. Eine aktuelle Übersichtsarbeit im BMJ zeigt, welche konservativen Maßnahmen in der Primärversorgung im Vordergrund stehen und wann eine fachärztliche Abklärung bis hin zum Gelenkersatz angezeigt ist.

Dr. Amir Human Hoveidaei vom Sinai Hospital in Baltimore und Kollegen stützen ihre Empfehlungen auf internationale Leitlinien wie NICE, AAOS und OARSI sowie auf ihre klinische Erfahrung. Laut der Global-Burden-of-Disease-Studie 2021 litten 2020 weltweit etwa 35,3 Millionen Menschen an Hüftarthrose. In den kommenden Jahrzehnten dürften Inzidenz und krankheitsbedingte Einschränkungen deutlich steigen.
Hüftarthrose führt zu fortschreitender Schädigung der Gelenkstruktur, einschließlich Knorpel, Knochen und Weichteile. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Adipositas, frühere Gelenkverletzungen, angeborene oder strukturelle Fehlbildungen und höheres Alter.
Hoveidaei AH et al. Assessing, diagnosing, and managing hip osteoarthritis in primary care. BMJ. 2026 Aug 10;394:e258168. doi: 10.1136/bmj-2026-258168.
