
Delir im Alter erkennen, verhindern, behandeln
Das Delir gehört zu den häufigsten neuropsychiatrischen Syndromen im höheren Lebensalter und ist mit erhöhter Mortalität, Funktionsverlust und einem gesteigerten Demenzrisiko verbunden. Dennoch wird insbesondere die hypoaktive Form häufig übersehen. Beim DGPPN-Kongress betonte Prof. Dr. Michael Hüll, Emmendingen, dass Prävention, frühe Diagnostik und eine konsequente Ursachenklärung zentrale Aufgaben in der Versorgung älterer Patientinnen und Patienten darstellen.

Das Delir ist keineswegs ausschließlich eine psychiatrische Erkrankung, sondern ein interdisziplinäres Versorgungsthema an der Schnittstelle zwischen Somatik und Psychiatrie und gewinnt in einer älter werdenden Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Die zentrale Aufgabe bestehe daher darin, Delirien möglichst zu verhindern, sie frühzeitig zu erkennen und anschließend konsequent zu behandeln, betonte Prof. Hüll.
