Pharyngotonsillitis: Weniger Antibiotika, mehr Komplikationen?
Bei einer akuten Pharyngotonsillitis stellt sich häufig die Frage, ob eine antibiotische Therapie notwendig ist. In einer großen Registerstudie untersuchten Wissenschaftler aus Schweden, ob eine zurückhaltendere Verschreibung mit einem höheren Risiko für infektiöse Komplikationen einherging.

Forscher um Ailiana Santosa von der Universität Göteborg analysierten Daten aus Registern von Patienten aus zwei Regionen, die rund 40% der schwedischen Bevölkerung umfassen. In die Kohortenstudie gingen 295.972 Episoden einer Pharyngotonsillitis bei Patienten ab zwölf Jahren ein. Die Diagnosen stammten aus der hausärztlichen Versorgung zwischen Jänner 2018 und Dezember 2023. Als neue Episode galt eine Pharyngotonsillitis nur, wenn in den vorausgehenden 180 Tagen keine entsprechende Diagnose dokumentiert war.
Santosa A et al. Primary care pharyngotonsillitis complications following absent or deferred antibiotic treatment across the COVID 19 pandemic. Commun Med (Lond). 2026; 6(1): 185. doi: 10.1038/s43856-026-01564-z.