14. Juli 2026Propranolol ist Therapiestandard

Komplikationen und Therapie von Infantilen Hämangiomen

Infantile Hämangiome, auch Blutschwämmchen genannt, sind die häufigsten Gefäßtumoren im Säuglingsalter. Eine neue Übersichtsarbeit fasst den aktuellen Stand der medikamentösen Therapie zusammen.

Infantiles Hämangiom
szmuli/stock.adobe.com
Ein infantiles Hämangiom im Gesicht gilt als riskante Lokalisation.

Infantile Hämangiome sind häufig. Sie betreffen etwa 5 bis 10 Prozent aller hellhäutigen Säuglinge. Wie sie entstehen, ist noch nicht vollständig geklärt. Dass sie häufiger bei Mädchen, Frühgeborenen und Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht auftreten, spricht für den Einfluss hormoneller und plazentarer Faktoren.

Meist entstehen infantile Hämangiome in den ersten Lebenswochen. Typischerweise wachsen die Blutschwämmchen zunächst mehrere Monate lang rasch. Darauf folgt eine Plateauphase. Anschließend bilden sich die meisten Hämangiome spontan zurück. Dieser Rückgang verläuft jedoch langsam und kann mehrere Jahre dauern. Häufig bleibt am Ende ein bindegewebig-fettiges Residuum zurück.

In 10 bis 15 Prozent der Fälle treten jedoch Komplikationen auf, die eine Behandlung erforderlich machen. Dazu zählen Ulzerationen, Blutungen, funktionelle Beeinträchtigungen (wie etwa Atemwegsblockaden) oder die Gefahr einer dauerhaften Entstellung (siehe Kasten).

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